Die meisten Akita-Welpen wechseln zwischen der achten und zehnten Woche vom Züchter zu ihrem Besitzer. Idealerweise hat Ihr Welpe schon beim Züchter einiges kennen gelernt. Kinder, andere Tiere, andere Hunde, die üblichen Haushaltsgeräusche wie Staubsauger, Spülmaschine etc., Autos, LKWs usw.

Um später einen gut sozialisierten, sicheren Akita zu bekommen, muss diese Gewöhnung an Umweltreize im neuen Zuhause fortgeführt werden. Die Entwicklung des Welpen gliedert sich in Sozialisierungs- und Prägephasen.

Der Zeitraum der wichtigsten Phase, der Eroberung der Umwelt, liegt innerhalb der ersten fünf Lebensmonate. In dieser Zeit muss der Welpe lernen zu anderen Tieren und Menschen Beziehungen aufzubauen und er muss an Umwelteinflüsse gewöhnt werden.

Nur wenn diese Erfahrungen positiv sind, wenn er Vertrauen aufbaut, kann er ein Leben ohne Unsicherheit und Angst führen. Der Begriff Prägung bedeutet, dass die Erfahrungen im Zeitraum der Prägephase das Verhalten des Hundes für sein späteres Leben bestimmt. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie sich Zeit nehmen und dem Welpen in dieser Zeit mit möglichst vielen Umweltreizen vertraut machen, ohne ihn jedoch dabei zu überfordern.

Die Neugier der Welpen muss positiv verstärkt werden, damit sie lernen, mit Neugier und Angst richtig umzugehen. Die positive Verstärkung durch den Menschen sollte in dieser Zeit im Vordergrund stehen.

Was der Welpe bis etwa zur 20. Woche nicht lernt und kennen lernt, kann später nur schwer oder auch gar nicht nachgeholt werden. Grundsätzlich sollte man den Welpen mit den Dingen bekannt und vertraut machen, die er in seiner Umgebung, also auch dem Wohnumfeld, vorfindet (Treppen, Gitterroste, Aufzüge, verschiedene Tiere nicht vergessen).

Ein Akita-Welpe sollte Hunde verschiedener Rassen und Größe kennen lernen und Menschen aller Altersgruppen; Kinder, Erwachsene, ältere Menschen z.B. mit Stock oder Rolator, Rollstuhlfahrer, Inline-Skater usw. Menschen mit Bart, Hut, Helm, Sonnenbrille.

Dabei müssen Sie unbedingt darauf achten, dass diese Begegnungen für den Welpen positiv sind. Alle Begegnungen die in dieser Zeit angenehm verlaufen, werden auch für die Zukunft positiv abgespeichert.

Um den Welpen aber nicht zu überfordern, ist es gut, wenn er nicht täglich etwas Neues kennenlernen muss, und spätestens, wenn er Stresssignale zeigt, sollte man ihn aus der Situation herausnehmen.

Ein Hund ist natürlich auch über diese Phasen hinaus in der Lage zu lernen und sich anzupassen. Viel einfacher für die Mensch-Hund-Beziehung und ein angst- und aggressionsfreies Hundeleben ist es, wenn sich Züchter und Besitzer in der Sozialisierungs- und Prägephase die Zeit nehmen und sich intensiv mit ihrem Schützling auseinander setzen, ihn behutsam, mit viele Liebe und positiver Verstärkung an seine Umwelt gewöhnen.

 

Quelle: Akita Club e.V.